Betrieb

Das Weingut Perusini wurde von Veronelli unter den 50 happy few im Gotha der italieni- schen Traditionsweingüter Italiens aufgenommen. Heute wird das Weingut von Teresa geführt, Tochter von Gianpaolo. Schon wie der Onkel, Kunsthistorikerin, doch auch leidenschaftliche Landwirtin, die sich zwischen Studienpflichten und der Führung des Weinguts bewegt, unter wirksamer Mitarbeit des Ehemannes Giacomo de Pace, in der Hoffnung, dass eines Tages einer der drei jugendlichen Kinder die Familientradition weiterführt; da der Hügel von Gramogliano, so wie der von Rosazzo und jener der Rocca Bernarda, welche seit Jahrhunderten Berühmtheit genießen, abgesehen von der landschaftlichen Schönheit, den Boden, die Lage und das Mikroklima, die das cru hors classe der Colli Orientali del Friuli ausmachen.



Im vorigen Jahrhundert als noch die Mode der französischen Weinsorten vorherrschte, verdankt der friulanische Weinbau der Familie Perusini die Auserwählung und den Schutz einiger autochthonen Weinsorten.

Der Dank geht in der Tat an Giacomo Perusini, Großvater der heutigen Besitzerin, er ist Wiederentdecker im neunzehnten Jahrhundert des Picolit, die seine Auserwählung und Beheimatung in den Colli Orientali del Friul ausmachen, nach einer im achtzehnten Jahrhundert wissenden Arbeit an dieser Weinsorte, die von Graf Fabio Asquini durchgeführt wurde.

Giacomo Perusini, ein leidenschaftlicher und intelligenter Landwirt, setzte Seite an Seite die Forschung der Rebsortenkunde zusammen mit der Führung des Weinguts bis hin zu seinem frühzeitigen Verscheiden im Ersten Weltkrieg. Seine Ehefrau Giuseppina, Malerin sowie Schriftstellerin, doch auch tüchtige Geschäftsfrau, die über hundert Jahre lebte, las die Arbeit auf und brachte erneut die friulanischen Weine auf den nationalen- und internationalen Markt heraus.
Der Sohn Gaetano promovierte wie der Vater in Agrarwissenschaft, doch auch in Literatur, setzte die Arbeit fort und erweiterte die Forschung der traditionellen Landwirtschaft: ihm, Professor der Künste und der Volkstraditionen an der Universität von Triest ist es in der Tat zu verdanken, dass er Grundlagestudien über landwirtschaftliche Pakte und friulanische Weinsorten unternahm.

Der andere Sohn, Gianpaolo, gab sich insbesondere der Abteilung einer anderen autochthonen friulanischen Weinsorte hin: der Ribolla Gialla.

Nun ist das Schloss der Rocca Bernarda, antiker Sitz des Weinguts, laut t estamentarisches Vermächtnis an den Malteserorden gegangen, jedoch die Familientradition lebt in dem Weingut weiter, das sich auf dem Hügel von Gramogliano befindet, leicht gestreift vom Fluss Judrio und schon seit dem Jahr 1918 geschichtliche Grenze zwischen Österreich und Italien.